(-;-) GzN

(-;-) aufgenommen via Integrated Circuit Recorder & zeitverzögert vertextet

Die Mongolenkönigin, Teil 5

Straßen. Unentwegt geht es bei mir um Straßen. Zuerst um Straßen, dann um Wege, darauf folgen Gassen, später Alleen und ganz selten erwähne ich auch konkrete Formen wie Sackgassen oder Einbahnstraßen, das aber nur selten. Mich interessieren Straßen (sic!). Ich lege Wert darauf, dass sie keine Namensgeber haben oder ihnen (ein solcher) gewidmet wurden, dann lieber unsinnig und ohne jeglichen Bezug - was sie allemal sollten ist klingen - blumig, pflanzlich, bäumisch oder sträuchisch. Ich mag die einfache Kombination Nomen plus Straße oder weitläufiger die Variante aus gebeugtem Adjektiv und Nomen. Alles muss dabei immer zusammengeschrieben werden. Ein "Neue Straße" schreckt mich gleichsam ab wie eine "Straße an der Neuen" oder eine "Neue-Neu-Straße", hingegen mich die "Neustraße" eher beruhigt - im Vergleich, versteht sich, denn: ich mag es eher natürlich. Eine Baum-, Strauch- oder Pflanzenart geht ergo immer.
Die Mongolenkönigin, Teil 4

Lassen wir mal die Leiber außen vor - oder besser gesagt: Ich kümmere mich im weiteren Verlauf nicht mehr um Erklärungsausformulierungsversuchen. Gedanklich kann mir jeder folgen, dennoch: Ich wage gleich von Beginn an die eigene Pauschalaussage zu hinterfragen, die Frage aufwerfend wer es denn überhaupt will? Plauderminuten mit mir können nämlich anstrengend werden. Menschen, die es wollen, werden es versuchen, es bestmöglich tatsächlich schaffen den sprunghaften Schüben meines Selbst nach zu hüpfen, oder aber bereits nach dem Ende jenes Satzes ein Wort der Aufgabe ausrufen - Nein! -, unabhängig manch langer Sätze mit komplexen und meist total unnötigen Verschachtelungsderivationsmorphemen (sic!).
Die Mongolenkönigin, Teil 3

Über drei Tage, drei Millisekunden nach dem Erwachen aus der Traumwelt und drei klare Worte - seither bin ich wieder in meinen Überlegungen der letzten dreißig Jahre verstrickt, linksdrehend gegen den Uhrzeigersinn. "Energie ist endlos" - wie ein Perpetuum mobile -, jenen Satz nahm ich aus der anderen Realität, der Traumwelt, mit. Schlagartig wurde mir bewusst, dass ich mit meiner einfachen und neuen Annahme beinahe die Schöpfung infrage gestellt hätte. So langsam kommen mir in diesem speziellen Bezug wage Befürchtungen betreffend der Trinität der Mongolenköniginnenerscheinung auf, begründen kann ich sie sprachlich hingegen nicht. Ich habe erst in das Gefühl einzutauchen. Vielleicht irre ich mich auch.
Die Mongolenkönigin, Teil 2

Über dreißig Jahre meines Lebens habe ich verdingt mit Überlegungen, warum mir Menschen wie Leiber vorkommen, als Körper mit nicht viel mehr, warum mir die aufgeblasene Aurafelder auffielen, egal mit welcher Form von Energie umhüllt, die wenigen Lichtgestalten, die schützend umherschwirrten und die kaum wahrnehmbaren Exkursionsseelen, eine jede Entität für sich gespalten und noch mehr: krank. Die ultimative Antwort auf all diese Fragen erhielt ich beim ersten Erblicken der Mongolenkönigin. 
Die Mongolenkönigin, Teil 1
Es gibt wenige Menschen, die für mich mehr sind als nur blanke Leiber. Es sind sogar die Wenigsten. Diese Aussage ist subjektiv und ohne Wertung für jedes Individuum. Niemand sollte sich angesprochen fühlen, dennoch war es notwendig es beiläufig zu erwähnen. Für diese Erzählung aus dem Munde ist es sogar essentiell, werde ich doch sogleich tiefer in diese Aussage eintauchen. Es verlangt von mir viel ab, so eine gewisse Überwindung es a) zu erwähnen und b) obendrein darauf näher einzugehen, tat ich das doch noch nie publik, behielt es stets für mich und vertraute es nur wenigen GefährtInnen an. Wer diese Geschichte in der Fülle nachvollziehen will, sollte sich auf ein ähnliches Abverlangen einlassen, egal wie meine weiteren Äußerungen aus der Subjektivität auf die eigene Gefühlswelt wirken mögen.
Vom Mädesüß und Himbeerstrauch, Teil 8

Unsere Sprache ist abstrakt - leider. Wir kennen mehr als ein Hier & Jetzt - ja. Wir sprechen, um Geschichten zu erzeugen - ich weiß nicht was ich davon halten soll, ehrlich. Von den wenigen indigenen Völker, die heute in Reservats leben "dürfen", gibt es wohl nicht einmal eine Handvoll, die sich einer Sprache bedient, die zeitlos ist, das heißt: keine Zeitform kennt. Ohne Vergangenheitsform wird es schwer Geschichten zu erzählen. Ohne abstrakte Überlegungen hin zu zukünftigen Ereignissen, wird es problematisch - mitunter auch für Geschichtenerzähler. Dennoch kann Sprache ohne Präteritum und Futur auskommen. Ich werde es so denn einem Versuch unterziehen...
[... und ahne, dass ich scheitern werde; so oder so: es wird das (vielleicht aprupte) Ende der Erzählung sein!]