Gedanken (*räusper*) … Gedanken zur Nacht …
Mein neues Spielzeug, und zwar: Ein Diktiergerät von Sony, leider nicht beleuchtet und nur aufgrund der Tatsache, das ein rotes Licht leuchtet gehe ich davon aus, dass dieses Ding funktioniert.
Heute gibt es alles Mögliche von Touchscreen bis zu diesem Spy-Geräten.
In Kugelschreibern, Zigarettenschachtel, Autoschlüsselanhängern oder sogar Daten-Sticks…

Ich kenne jemanden, der arbeitet in einer städtischen Behörde, der hatte auch so ein ominöses Gerät, versteckt oder besser gesagt getarnt in einer Zigarettenschachtel. Aber das ist schon Jahre her, damals waren es zu seiner Beurlaubung bis zum Tode 77 Monate, zumindest sagte er das. Wahrscheinlich hat er es heute noch, dieses Spy-Geräte, das sich jeder im Internet kaufen kann.

Das sind die Gedanken zur Nacht und die ersten. Ich will sie kurz halten. Grundsätzlich ist es keine Nacht mehr, es müsste jetzt so kurz nach 4 Uhr früh sein, eigentlich schon ein bisschen früh am Morgen, also eher keine Nacht mehr.
Wie's zu Stande kommt, das weiß ich auch nicht, aber …
… es ist ein bisschen irrsinnig, aber nun gut: ich habe Hunde. Und es ist mein kleines Ritual seit Jahren, dass ich denen – wie kleinen Kinder möchte ich fast sagen -, eine Nachtlektüre gebe. Das kann man sich so vorstellen, dass ich nicht irgendwie neben denen liege und ein Buch vorlese. Lesehundesachen sind eine andere Geschichte. Sie liegen halt so herum oder vielmehr auf ihren rechtmäßigen Platze, währenddessen ich frei heraus auf den Bett liege, auf der Couch sitze oder aus dem Fenster schwelgend rausschaue. Rauchend, trinkend oder ganz ohne etwas in der Hand. Und so rede ich in die Nacht hinein. Und sie hören, was sollen sie auch anders tun? Wenn sie nur wüssten, was ich nur meine...
Und ich würde es auch tun, ja, ich tat es auch, als ich noch keine Hunde hatte. Ich kam mir zwar ein bisschen lächerlich dabei vor, aber wenn man es kann ohne das es jemand mitbekommt, dann hilft das ungemein.
Heute glaube ich es hilft ihnen für ihr Gleichgewicht, das sie brauchen, das sie stärkt. Für die nächsten Tage, die nächsten Wochen, die nächsten Jahre.
Ich liege nicht da, kraule den Hund und erzähle was. Ich rede in die leere Wohnung, ins leere Zimmer oder in die leere Welt. Und das Licht ist erloschen. Nur die Straßenbeleuchtung erhellt das Zimmer. Und aktuell auch die Lichter der Weihnachtsbeleuchtungen. So eine direkt vor meinen Fenster; schöne Sache, schönere Sache als die Laternen der Straßen, die alle im Prinzip nur auf Halbmast leuchten. Sie haben heute einen gelblichen Schimmer, keine Ahnung für was das gut sein soll. Aber gut, so ist es halt. Wir Menschen haben schalldichte Fenster, wir Menschen haben Rollos. Wir können es uns still und dunkel machen. Das ist ja alles ganz nett, wenn man den Schlaf sucht. Aber wenn man Morgens zur rechten Stunde aufstehen will, und das vielleicht mit dem natürlichen Tageslicht, mit den ersten Sonnenstrahlen… Ja dann wird das schwer mit Schlafgemach gen Norden, zugezogenen Schalosienen, Rollos, schalldicht, abgeschottet von und vor allem. Keine gute Option für Sonnenanbeter. Mal abgesehen davon, dass es sich kaum jemand erlauben kann, zumindest nicht im Winter.
Da wird es für jeden schwer, der im festen Arbeitsverhältnis steht - inmitten des Spiels. Befremdlich ist es allemal. Man kann dieses Spiel spielen auch mit normalen Regeln. Man müsste die Dinge nur etwas umorganisieren. Dann könnte jeder nach seiner Fasson es halten, er hätte die Option. Jeder könnte wieder frei entscheiden.

Aber ich spreche ja hier nicht eine x-beliebige Person an, die das heute schon kann, sondern solche Personen, die in dieser “tollen” Ausgangssituation sind und in der Lage … oder vielmehr Unlage. Denn mit den ersten Sonnenstrahlen aufzustehen, das können die Wenigsten.
Ich versuch’s jeden Tag, die Sonne ein bisschen einzubeziehen, eben (auch) in meinen morgendlichen Spaziergängen mit den Hunden. Was manchmal recht schwierig erscheint und Opfer fordert. Aber ich habe keine Lust früh wie abends im Dunkeln zu laufen, und die Helligkeit woanders zu verbringen, wo es mir recht und lieb ist.

Das sind düstere Wintergedanken, aber es sind Gedanken, die kann ich nicht einfach wegtreten. Die kann ich nicht unterdrücken, von mir weisen oder im Nichts verschwinden lassen.

Und so schaue ich frohen Mutes zum 21.12. Jeder spinnt da rum, viele meinen die Welt würde untergehen. War's das dann? Ich weiß es nicht!
Befasst damit habe ich mich nicht, aber vieles musste ich mir anhören. Einen Artikel hab ich auch mal gelesen, beim Warten irgendwo fern ab der Heimat in einer Arztpraxis. Nebenbei: habe nur gewartet, denn Arzttermine habe ich kaum. Ich hatte auch mal ein halbes Jahr keine Krankenkarte, habe die alte verloren. Habe sie nicht vermisst wie die Unterhosen oder Socken die ich täglich wechsle. Aber irgendwann musste ich doch mal zum Hörer greifen und eine neue beantragen. Habe es 2 mal versucht, und hatte 1 mal Glück. Jetzt habe ich eine Neue, andere Farbe, sonst änderte sich nix. Kein Bild drauf oder sonst was. Die Farbe aber hat mich gestört, weil keiner mich gefragt hat, ob sie mir passt, ob sie mir steht, ob ich das will. Aber eigentlich ist es mir egal…

Zumindest denke ich frohen Mutes an den 21.12., denn dann werden die Tage wieder länger. Es wird langsam gehen, aber so ist es nun mal in der Natur. Langsam aber stetig. Ein Konzept, dass wir Menschen auch vergessen.

Man kann die Gedanken zur ersten Nachtruhe so zusammenfassen, vielleicht wird das auch der Titel, wenn ich Recht habe, steht er oben. Wobei diese Gedanken mit einem Diktiergerät aufgenommen, und nicht irrsinnig in einen Kasten “eingekloppt” wurden – ja das steht mir noch bevor…
Ich könnte sie nennen, wie die Art … der Sinn der Natürlichkeit oder die unnatürliche Lebensweise der Menschen in einem zeitlichen Bezug auf eine eher langsam vor sich her- und hinlebende Natur. Oder: naturbefremdliches Verleben durch komische Tagesabläufe.
Vielleicht schreibe ich diese Gedanken auch gar nicht nieder, weil sie mir zu unphilosophisch erscheinen. Es ist für mich auch eine unnatürliche Uhrzeit. Nachts um 4 Uhr. Hat nichts damit zu tun, dass ich nicht schlafen könnte oder so etwas in der Art, aber es ein kleines Ritual, nur das Ritual ist heute etwas spät ausgefallen. Warum fragt man sich? Ganz einfach: Normal ist es 4 Stunden früher der Fall, doch heute oder vielmehr gestern sah ich keine Beweggrund mit den Hunden zur normalen Zeit herauszugehen. Denn sie machten keinen Anschein: Naja, und so lies ich es bleiben.
Irgendwann des Nachts bin ich aufgewacht, weil es mir kalt wurde – ohne Decke so gekauert auf dem Bette liegend, damit es einem ja nicht friert. Man könnte sich auch die Decke überschmeißen, aber das wäre zu einfach. Es war eine bewusste Entscheidung, die ich manchmal fälle, manchmal auch nicht. Da kann man kein Schema drin sehen.
Nun ja, ich bin aufgewacht, weil’s mir kalt war, wollte mich ursprünglich nur betten in die normale Kluft, wenn man so schläft auf dem Bette, wenn man was an hat. Weder das eine noch das andere finde ich unbefremdlich. Komisch, denn ich schlaf gerne in den Klamotten in denen ich herumlaufe, aber das wiederum geht nicht, es sei denn man wechselt sie täglich.
Nun wie gesagt, ich wollte die Schlafklamotten nur ankleiden, was wiederum meinen Labrador Retriever dazu bewog sich zu erheben. Mit dem tiefen inneren Bewusstsein, dass Herrchen nun gehen will und dem Gedanken “Zeit wird’s!”, gähnte sie mir was vor.

Und was tat Herrchen? Er tat’s.
Und was tat meine schwarze Bracke? Oder vielmehr was dachte sie wohl?
“Na ja, gehe ich halt mit.”
In dem Sinne: frohes Schaffen.

Und wenn das rote Licht nicht mehr blinkt, sind die Gedanken zur Nachtruhe entsinnt…